SGAD-Behandlungsempfehlungen für Zwangsstörungen und PTSD
31-05-2013

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Als Grundlage für die SGAD-Behandlungsempfehlungen dienten die Leitlinien der World Federation of Societies of Biological Psychiatry (WFSBP) [1], welche an die hiesigen Verhältnisse und Gepflogenheiten angepasst wurden. Die angewandten Evidenzkriterien entsprechen ebenfalls denjenigen der WFSBP. Prof. med. Martin Keck betonte, dass bei der Anwendung von Behandlungsempfehlungen immer auch die eigenen klinischen Erfahrungen berücksichtigt werden müssen, oder wie es Dr. David Sackett, der Begründer der EBM, ausdrückte “Evidenzbasierte Medizin (EBM) zu praktizieren bedeutet, die individuelle klinische Erfahrung mit den besten zur Verfügung stehenden externen Nachweisen aus der systematischen Forschung zu integrieren.“

Für beide Erkrankungen, Zwangserkrankungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD), ist die evidenzbasierte Psychotherapie grundsätzlich die Behandlung der ersten Wahl. Bei mittelschwerer bis schwerer Beeinträchtigung ist oft eine zusätzliche medikamentöse Therapie empfehlenswert. Dabei muss man sich stets bewusst sein, dass die Wirkung der Medikamente in der Regel verzögert eintritt. Obwohl viele der verwendeten Substanzen für diese Indikationen nicht zugelassen sind, können sie trotzdem off-label angewandt werden, was lediglich kurz dokumentiert werden muss. Wichtig ist ein individueller Therapieplan mit multimodaler Behandlung, zu welcher immer auch die Psychoedukation gehört. Die Behandlung sollte mindestens sechs Monate weitergeführt werden. “Bedenken Sie im Zusammenhang mit Leitlinien immer, dass diese von idealtypischen Patienten, also sochen ohne Komorbiditäten, ausgehen.

Die SDGAD zählt aktuell über 160 Mitglieder aus der ganzen Schweiz.
Die SGAD thematisiert depressive Erkrankungen und Angststörungen konstant in den Medien und konnte 2012 so knapp 1 Mio. Kontakte generieren.
Vorwiegend über die Website beantwortet die SGAD laufend von Anfragen von Patienten und Angehörigen und hilft bei der Vermittlung von Fachpersonen.
Die seit April 2012 modernisierte und mit vielen Informationen für Patienten, Angehörigen und Interessierte ergänzte Website der SGAD wird aktuell vervollständigt und demnächst auch auf Französisch geschaltet. www.sgad.ch

Behandlungsempfehlungen in Zusammenarbeit mit der SGPP und der SGBP.
Empfehlungen zur Behandlung von Depressionen.
Teil 1: Schweiz Med Forum 2010; 10(46); 802-809;
Teil 2: Schweiz Med Forum 2010; 10(47); 812-822.
Empfehlungen zur Behandlung der Angsterkrankungen.
Teil 1: Schweiz Med Forum 2011; 11(34);588-566;
Teil 2: Schweiz Med Forum April 2013.
Review-Artikel “Burnouts“: Primary Care 2012; 12(18); 353-358.
Resultate der Umfrage zu Depression mit Equilibrium: PRAXIS 2013; 102(9); 515-521.

5th Swiss Forum for Mood and Anxiety Disorders (SFMAD); The Dolder Grand, Zürich; Donnerstag, 10. April 2014.

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