Silvia Aeschbach 05.2014: Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld – Panikattacken mit Happy End …
16-05-2014

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Panikattacken kommen meist aus heiterem Himmel. Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot – Todesangst. Die Journalistin Silvia Aeschbach war knapp siebzehn, als sie ihre erste Panikattacke erlebte und felsenfest davon überzeugt war, dass sie diese nicht überleben würde. Mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie schildert die Autorin, wie sie an den immer wiederkehrenden Attacken fast verzweifelte, was für eine Erlösung es war, als sie – unzählige Attacken, tausend kleine Tode und viele Jahre später erst – endlich eine Diagnose und einen Namen für ihre Krankheit erhielt, wie sie mit ihrer Angststörung leben lernte und an ihr auch wachsen konnte. Ihr Buch »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld« weckt Verständnis für ein oft unterschätztes Leiden, es macht Betroffenen Mut, zeigt auf, wie man mit der Furcht umgehen kann, und ist gleichzeitig eine ebenso unterhaltsame wie packende Lektüre. Eine wilde Achterbahnfahrt durch ein Leben mit himmelhoch jauchzenden Glücksgefühlen und entsetzlichen Ängsten, mit verrückten Erlebnissen und vergeblichen Therapieversuchen. Mit Panikattacken in den unpassendsten Momenten. In einer Livesendung am Radio beispielsweise. Im Flugzeug. Mitten in einem Robbie-Williams-Konzert. Vor laufender Kamera. Oder aber im selben Raum mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Als ich Silvia Aeschbach zum ersten Mal in meiner Praxis sah, wirkte sie auf mich ganz und gar nicht ängstlich. Im Gegenteil: sie trat selbstbewusst auf und verstand es, ihre Beschwerden ruhig und reflektiert zu schildern. Ich merkte schnell, dass sie sich schon lange mit ihren Panikattacken auseinander gesetzt hatte. Sie gehörten zu ihrem Leben einfach dazu und setzten ihr in unterschiedlicher Intensität zu – mal mehr, mal weniger. Doch alles Wissen über die Erkrankung half ihr kaum, wenn es wieder einmal so weit war und eine unerwartete, heftige Angst von ihr Besitz ergriff. In diesen Situationen fühlte sie sich »verlassen, ohnmächtig, um ihr Leben fürchtend«. Trotz dieser enormen Belastung gelang Silvia Aeschbach eine steile Karriere.
Dr. med. Josef Hättenschwiler, Chefarzt des Zentrums für Angst und Depression Zürich ZADZ in seinem Nachwort

 

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