Tages Anzeiger «Das Verhalten deutet auf eine Depression hin»
25-10-2013

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Psychiatrie-Professor Jiri Modestin über den Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit, Burn-out und Depression.

Carsten Schloter litt offenbar unter massiven Schlafstörungen. Sind Schlafstörungen typisch für das Burn-out-Syndrom?
Die Hauptsymptome eines Burn-outs sind Verdruss und Erschöpfung, Ungeduld im Umgang mit Mitmenschen und das Gefühl, die erwünschte Leistung nicht mehr zu erbringen. All dies bereitet Sorgen, und die Sorgen stören den Schlaf.
Schlaflosigkeit ist eine Volkskrankheit. Ist, wer Schlafstörungen hat, Burn-out-gefährdet?
Es ist ein Teufelskreis: Länger dauernde Schlaflosigkeit führt zur Erschöpfung, und die Gefahr, an einem Burn-out oder einer Depression zu erkranken, nimmt infolgedessen zu.

Welche Menschen sind besonders gefährdet?
Das Burn-out-Syndrom wurde erstmals bei Angehörigen von sogenannten helfenden Berufen beobachtet. Leute im Gesundheitswesen, zum Beispiel in der Psychiatrie oder auf der Intensivstation. Diese leisten ausserordentlich viel, aber ihre Patienten sind häufig nicht in der Lage, sich dafür zu bedanken. Später wurde der Begriff des Burn-outs allgemein auf berufsbezogene Erschöpfung bezogen. Darunter fallen natürlich auch die Manager.

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