Umgang mit den suizidalen Patienten in der ambulanten Praxis. Therapeutische Umschau: Band 72 · Heft 10 · Oktober 2015
18-12-2015

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Ein Artikel von: Slavica Lazic, Katharina Gaudlitz, Josef Hättenschwiler, Jiri Modestin – ZADZ
Die adäquate Handhabung der Suizidalität gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der ambulanten Praxis. Dabei präsentiert sich die Suizidalität sowohl in chronischer, als auch akuter Form, wie Beispiele belegen. Anhand von bekannten Risikofaktoren, inklusive aktuelle Psychopathologie und Psychodynamik, müssen die suizidale Gefährdung erkannt und die nötigen therapeutischen Massnahmen ergriffen werden. Einige dieser Massnahmen kommen generell zur Anwendung, einige werden störungsspezifisch angepasst. Die Suizidalität erfolgt meistens in einem interpersonellen Kontext. Dies unterstreicht die Wichtigkeit und das therapeutische Potential der optimalen Therapeut-Patient-Beziehung einerseits und begründet die häufig sehr hohe Belastung des ambulanten Therapeuten andererseits. Die Gegenübertragung und deren Kontrolle erfordern besondere Aufmerksamkeit. Auf die Erarbeitung eines Notfallplans und die Problematik des „Antisuizidvertrags“ wird eingegangen. Wir befürworten, mit dem Patienten zu vereinbaren, dass er den Therapeuten kontaktiert, sollte er sein Handeln nicht mehr ausreichend kontrollieren können und bieten dafür eine permanente Erreichbarkeit an.

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